Das NEIN zu Dir ist ein JA zu mir!
Annika Raaßing
... von einem konditionierten Seestern zur selbstbestimmten Blume.
Wenn Du Deine schreiende Seele ignorierst, wird Dein Körper Dich durch Leid und Schmerz dazu bringen, Dich Deiner Seele zuzuwenden.
Zum Zeitpunkt meines absoluten Tiefpunktes war ich 49 Jahre alt.
Bis zu diesem Tag, im Februar 2022, dachte ich, mein Leben voll im Griff zu haben.
Naja, bis auf eine gescheiterte Ehe und ein paar gescheiterte Beziehungen, war ich zumindest fest davon überzeugt.
Ich hatte einen Beruf erlernt, der mir meine große Erfüllung brachte, woraufhin ich dann 1995 beschlossen hatte, die Weiterbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten, an der Uni Mainz zu absolvieren.
Mein Leidensweg begann im Februar 2022 mit einer akut auftretenden Entzündung im Daumengelenk meiner rechten Hand, meiner Arbeitshand.
Es war mir von jetzt auf gleich nicht mehr möglich, meiner Berufung zu folgen.
Nachdem ich schon mehrere Wochen krank geschrieben war, ich von Facharzt zu Facharzt geschickt wurde, mir keine Besserung oder Behandlungsmöglichkeit in Aussicht gestellt wurde und meine Kolleginnen mich zu mobben begannen, brach für mich meine Welt zusammen.
Da saß ich nun, ohne Perspektive und der quälenden Frage, wann und ob ich je wieder meinen Dienst am Patienten leisten kann. Um mich herum und in meinem Inneren, war alles nur noch schwer erträglich und ich fiel in eine Depression.
Nach einigen Monaten voller Verzweiflung, des Gefühls der Wert- und Nutzlosigkeit, gefolgt von Panikattacken, Zukunftsängsten und schlaflosen Nächten, brach ich dann beim Arzt zusammen.
Genau hier begann meine Heilungsphase mit Annika.
Sie wurde mir zum richtigen Zeitpunkt von Gott an meine Seite geschickt.
Sie brachte mich fürsorglich, behutsam, liebevoll, verständnisvoll und achtsam auf meinen Weg der Heilung.
Bis dato waren mir sehr viele Dinge in meinem Leben nicht bewusst.
Ich erkannte, dass ich alle einschneidenden Ereignisse und negative Gefühle, sowohl über meine Arbeit kompensierte als auch über Hilfsprojekte im Außen.
Es flossen viele Tränen, da ich ab diesem Tag ganz bewusst durch all meine Konditionierungen, die ich in meiner Kindheit erfahren hatte, behutsam von Annika geführt wurde.
Alte Wunden und Verletzungen traten an die Oberfläche.
Nach einigen für mich sehr emotionalen Gesprächen, ging mir plötzlich ein Licht auf und ich war in der Lage zu erkennen, wie viele Glaubensmuster mein Leben bestimmten.
Ich war so zusagen fremdbestimmt, ohne es zu wissen.
Das Ziel meiner Heilungsphase, welches ich mir setzte, war die Selbstbestimmung.
Von Tag zu Tag erkannte ich immer mehr Muster und mir wurde klar, dass mein gesamtes Leben bis dahin daraus bestand, konditionierten Glaubenssätzen zu folgen und Befehle auszuführen.
Meine Hauptthemen waren Liebe und Anerkennung durch Leistung, Schuldgefühle, Scham, sowie Handeln durch schlechtes Gewissen, nie genug zu sein, nichts richtig zu machen, Selbstvorwürfe und immer funktionieren zu müssen.
Jegliche Leistungen, die in meiner Kindheit von mir gefordert wurden, basierten bei Ungehorsam oder nicht befolgen auf Strafe.
Heute weiß ich, ein jedes Kind hat in schwierigen Situationen und Momenten von Verletzlichkeit, Bedürfnisse, wie z.B Trost, Ernst genommen zu werden, Liebe, Sicherheit, Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, Wertschätzung, Harmonie und Anerkennung.
Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, als Annika mich mit Fragen zu den Ursachen und zum Kern meiner Probleme und Themen führte.
Ich verstand jetzt, warum ich so handelte, funktionierte und fühlte, wie ich es seit meiner Kindheit tat.
Alles zog sich wie ein roter Faden durch mein Leben, ob Privat, in Beziehungen oder Beruflich.
Jetzt begann die Veränderung und ich war bereit, all meine konditionierten Muster noch besser zu verstehen und aufzulösen.
Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, mich meinen Ängsten und Themen zu stellen.
Ich beschritt einen neuen Lebensweg, eine befreiende, selbstbestimmte Reise, mit vielen neuen Herausforderungen und Übungen, die mir sehr viel Mut und Überwindung abverlangten, durch die ich aber in kleinen Schritten immer mehr Sicherheit erlangte.
Annika war stets an meiner Seite und ermutigte mich, über die Grenzen meiner Ängste zu gehen, die "Werkzeuge" zu nutzen, die sie mir zur Verfügung stellte, meine bereits neu erlernten Fähigkeiten umzusetzen, ohne Angst vor Ablehnung zu haben, ohne mich schuldig zu fühlen und für mich einzustehen.
Mit Freude begrüßte ich jede positive Veränderung. Das Bild wurde immer klarer und lichtvoller und damit auch die Antworten auf die Fragen:
- Wer bin ich?
- Wer bin ich wirklich?
- Wer will ich sein?
Folgende Fragen nehme ich mir zu Hilfe, um neue Themen und Situationen zu beleuchten, wie z.B.
- Was macht es mit mir?
- Hat es was mit mir zu tun?
- Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?
Ich äußere jetzt meine Bedürfnisse ohne Angst. Ich bin wertvoll und liebenswert, auch wenn ich nicht den Anforderungen meines Umfeldes bzw. meiner Mitmenschen entsprechen möchte.
Ich habe folgende positive Neuausrichtung (NA) alter Glaubenssätze (AG) in mir verankert:
GS: Es steht dir nicht zu, deine Meinung zu sagen!
NA: Ich habe jederzeit das Recht dazu, respektvoll und achtsam Anderen gegenüber meine Meinung zu äußern, meine eigenen Bedürfnisse mitzuteilen und meine Wahrheit in Liebe zu mir selbst auszusprechen.
GS: Es wird gemacht, was ich sage! (Befehle müssen befolgt werden.)
NA: Ich erlaube mir das zu tun, was mir gut tut und was ich für mich als richtig erachte. Ich bin ein eigenständiger Mensch, eine erwachsene Frau und ich entscheide selbst, ob ich ein Angebot annehme oder ablehne.
GS: Meine Gutmütigkeit wird immer ausgenutzt und ich kann doch nicht NEIN sagen.
NA: Ich habe jederzeit die Möglichkeit NEIN / STOP zu sagen, wenn jemand meine Grenzen überschreitet.
Ich erkenne jetzt meine Grenzen und setze diese ohne Angst vor Ablehnung oder Schuldgefühle zu haben.
Mein größter Dank aus tiefstem Herzen gebührt Dir, liebe Annika.
Mit Deiner Hilfe, Deinen Impulsen und Deinem Licht hast Du mir den Weg geleuchtet.
Ich bin so froh und dankbar für Deine unermüdliche Unterstützung und Deine unsagbare Geduld, auch wenn ich Dich manchmal sehr zur Verzweiflung gebracht haben muss.
Du hast mich nie aufgegeben, denn Du hast gespürt, dass mein Wille zur Veränderung größer war, als zu scheitern.
Du bist meine liebevolle Bewusstseinsdomina. :-)
Deine Worte habe ich manifestiert und so kann ich jederzeit darauf zurückgreifen, sie mir ins Bewusstsein holen, wann immer es nötig ist, um mich an meinen Selbstwert zu erinnern.
Z.B. dazu folgende Sätze:
- Ein jedes NEIN zu Anderen ist ein JA zu mir!!!
- Wenn ich Anderen nicht auf die Füße trete, trete ich auf meine eigenen!!!
- Will ich das? Will ICH das? Will ich DAS?
Die Konditionierung, Allem und Jedem Gerecht zu werden, alte Muster zu bedienen, habe ich bewusst losgelassen und dadurch mein Selbstvertrauen und meine Selbstbestimmtheit erlangt.
Lieber Leser, ich ermutige Dich hiermit auch, DEINEN Weg zu gehen, wünsche Dir alles erdenklich Liebe und Gute, viel Glück, Mut, Freude, Geduld sowie Ausdauer, um DEIN wahres Ich zu entdecken, denn es ist der Weg zur Wahrheit, der Dich aus Deinem inneren Gefängnis befreit.
Von Herzen, Melanie